Kasuistik

45-jähriger Patient nach EBV-Infektion mit persistierenden Halsschmerzen und Allgemeinsymptomen. Extern war bereits eine postinfektiöse Thyreoiditis de Quervain diagnostiziert und eine zweiwöchige Cortisontherapie eingeleitet worden. Unter der Medikation zeigte sich zunächst eine klinische Besserung mit Rückgang der Halsschmerzen, nach Absetzen der Therapie jedoch erneute Beschwerden. Laborchemisch fanden sich eine Leukozytose von 12.000/µl sowie ein CRP von 113 mg/l. Sonographisch zeigte sich eine beidseits vergrößerte Schilddrüse mit diffus echoarmen Anteilen und inhomogenem Parenchym. Zusammen mit der Anamnese charakteristisch für eine subakute postinfektiöse Thyreoiditis nach zu kurzer Cortisontherapie. Es wurde eine verlängerte Cortisontherapie mit langsamem Ausschleichen empfohlen. Unter dieser Therapie kam es innerhalb weniger Wochen zu einer deutlichen klinischen Besserung; die sonographische Verlaufskontrolle vier Monate später zeigte eine normal große, nur noch leicht inhomogene Schilddrüse als Zeichen einer regredienten Thyreoiditis (nahezu Normalbefund).