Superinfizierte Lebermetastase
Kasuistik: 70-jährige Patientin mit bekannter hepatischer Metastasierung bei histologisch gesichertem neuroendokrinem Tumor (NET G2) des Ileums, aktuell undulierendes Fieber. Eine Abdomensonographie zum Ausschluss eines abdominellen Infektfokus wurde durchgeführt. Sonographisch zeigen sich die bekannten multiplen echoreichen Lebermetastasen in beiden Leberlappen, zusätzlich liquide Raumforderungen (bereits im PET-CT vor einem Jahr als Metastasen mit zentraler Einschmelzung beschrieben). In der B-Bild-Sonographie V.a. Abszedierung mit einem passageren arteriellen hyperämischen Randsaum im CEUS. In der portalvenösen Phase besteht ein Hypoenhancement des umgebenden Leberparenchyms. Das Perfusionsverhalten ergibt in Zusammenschau mit der Klinik den Verdacht auf einen Leberabszess. In der nachfolgenden Drainage entleerte sich altblutige trübe Flüssigkeit, a.e. eingeblutete Metastase sekundär infiziert bei bekanntem hepatisch metastasierenden NET.



